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Wo der Pfeffer wächst? In den Bergen Indiens!

Ich habe ihn zu Hause.
 Jeder hat ihn zu Hause. 
Auf jedem Restauranttisch steht er. 
Fehlt er, gibt es  großes Geschrei.
 Wenige wissen allerdings, woher ihr Pfeffer stammt.
 Ursprüngliche Heimat dieser Kletterpflanze ist Indien. Schon die Römer importierten das wertvolle  Gewürz von der sagenumwobenen , indischen Malabar-Küste. Der indische Pfeffer war zeitweise so wertvoll, dass er mit purem Geld aufgewogen wurde. Und es gibt himmelweite Unterschiede, was seinen Geschmack betrifft. Pfeffer ist wahrlich nicht gleich Pfeffer. Eher vergleichbar mit Wein. Geschmacklich unterscheidet er sich in seinem Stil sehr. Das ist abhängig von Bodenbeschaffenheit und Klimabedingungen des Anbaugebietes. So begibt es sich auch bei unserem Pfeffer.

Wir hatten vor Kurzem das Glück einer besonderen Kostprobe zu bekommen. Sie wurde uns direkt aus Indien zugeschickt. Ein Freund gab uns den Tipp. Ähnlich wie dem Paprika in unserem Sortiment, sind wir von der besonderen Qualität und dem Herstellungsverfahren überzeugt worden. Ich hatte dadurch die Ehre meinen Einstieg bei der Gewürzkampagne mit einem schwarzen Pfefferkorn zu beginnen.
 Kleine Kostprobe. Diese  kam direkt  aus der Wyanad-Bergregion, die noch weitgehend von tropischen Regenwäldern bedeckt ist. Heute streng geschützte Naturschutzgebiete.

Wyanad Bergregion

Ich traute mich natürlich nicht, sofort auf das Pfefferkorn zu beißen, missbrauchte es lieber als Bonbon. Aber dann, doch! Und wahrlich, es gibt eklatante Unterschiede. Ich bin positiv überrascht worden durch das intensive Aroma, das sich mild ausbreitet. Aber wer hat schon mal auf ein Pfefferkorn gebissen? Nach einer Weile…Feuer!…Und dann hilft nur noch …Milch!

Der Wyanad-Pfeffer wird von den „Adivasi“ in der über 1000 meterhohen Berglandschaft nach einer sehr alten Tradition schon seit vielen Jahren kultiviert. Die „Adivasi“ ist eine nennenswerte Minderheit in Wyanad. Das Wort „Adivasi“ bedeutet unter anderem übersetzt „erste Siedler“. Sie gehören bestimmten indischen Gesellschaftsgruppen an sowie den „Chenchu“ und „Sholega“ im Süden Indiens. Die meisten fühlen sich sehr stark mit der Natur und dem eigenen Land verbunden und sind nach wie vor im Ackerbau, Viehhaltung und Handwerk tätig. Damit versorgen sie sich hauptsächlich selbst. Sie kultivieren in kleinen Gewürzgärten inmitten der Bergwälder Indiens die alten, aromatischen Pfeffersorten, die andernorts bereits ausgestorben sind.

Adivasi Mutter mit Kind

Der Ernteertrag ist bei diesen traditionellen Pfeffersorten oft gering, dafür bietet er aber eine hohe Qualität und einen unverfälschten Geschmack.
 Die Adivasi bauen den Wyanad-Pfeffer nach streng ökologischen Richtlinien an. Es wird vollständig auf synthetische Dünge-und Pflanzenschutzmittel verzichtet. Der späte Erntezeitpunkt sowie das Pflücken der Beeren von Hand in mehreren Durchgängen führen dazu, dass der Gehalt an ätherischen Ölen im Wyanad Pfeffer viel höher ist, als bei anderen Pfeffersorten. Normalerweise liegt er bei 1,5 bis 2,5%. Bei dem Wyanad-Pfeffer liegt er stetig über 3% bis zu 4,3%.

Wyanad Bergregion

Nach der Ernte wird der Pfeffer sonnengetrocknet, sortiert und abgepackt und anschließend völlig unbehandelt direkt nach Deutschland verschifft.

Wyanad Pfeffer

Die Erzeuger erhalten für diese einzigartige Qualität deutlich höhere Preise, verglichen mit dem handelsüblichen Marktpreis. Das nehmen wir gern in Kauf. Qualität hat seinen Preis.

10 Kommentare

  1. Ingrid Dörre

    Ich interessiere mich für Ihren neuen Pfeffer, konnte leider die Versandkosten nicht finden. Mit der Btte um eine kurze Nchricht grüße ich Sie
    Ingrid Dörre

  2. Patrice

    Hallo,

    was heißt die Erzeuger bekommen einen deutlich höheren Preis. Meine Freunde und ich interessieren sich für genaue Angaben. Wir wollen nicht extra hinfliegn um nachzufragen.

    Danke und beste Grüße,

    Patrice Wolger

    • Richard

      Lieber Patrice,

      vielen Dank für deine Nachfrage. Bitte Entschuldige unsere späte Antwort.
      Wir beziehen unseren Pfeffer über einen Partner, der den gleichen Pfeffer importiert. Mit diesem haben wir uns nun nocheinmal abgestimmt. Den Erzeugern wird ein s.g. Premium auf den üblichen Pfefferpreis gezahlt. Dieses liegt zwischen 15-30%. Derzeit leider eher am unteren Rand aufgrund der ohnehin hohen Preise.

      Das hinfliegen übernehmen wir. :) Anfang nächsten Jahres werde ich mich auf den Weg machen und mir die Felder vor Ort ansehen und mit den Erzeugern sprechen.

      Ich hoffe ich konnte dir und deinen Freunden erst einmal weiterhelfen.

      Liebe Grüße

      Richard

      • Patrice

        Lieber Richard,

        danke für die transparente Antwort. Ich sage JA das ist ein schöner Anfang zum solidarischen Umgang ggü. Menschen in fernen Ländern.
        Bitte nimm die Frage mit: ob sie sich mit dem “Premium” auf sachlicher Ebene zufrieden leben können. Insbesondere interessiert uns diese Frage bezogen auf die vielen Erntehelfer_innen einer solchen Plantage.
        Bitte veröffentliche die genauen Kontaktdaten zu den Erzeuger_innen…..vllt. urlaubt ja einer eurer Kund_innen mal in der Nähe.

        Herzensgrüße,

        Patrice Wolger

      • Richard

        Lieber Patrice,

        ich werde deine Frage mitnehmen, da es auch in unserem Interesse ist, das zu erfahren.

        Die genauen Kontaktdaten können wir gern in Rücksprache austauschen, nachdem ich mir ein Bild vor Ort gemacht habe, denn es liegt auch in unserer Verantwortung die Produzenten zu schützen.

        Herzlich

        Richard

  3. […] hochwertige Bio-Qualität – alles sorgfältig recherchiert, ausgewählt, vor Ort besucht und dokumentiert. Ich finde diese Idee total super. Das Team der Gewürzkampagne schickte mir frischen Pfeffer, […]

  4. […] Richard auf dem indischen Kontinent in einer fernen kulinarischen Welt, man könnte fast sagen da wo der Pfeffer wächst um aus erster Hand die Welt dahinter zu erfahren, die Qualität möglichst nachhaltig zu Euch zu […]

  5. […] Schon einmal gewundert wie und wo der Pfeffer wächst? Hier gibt’s mehr dazu. […]

  6. Olli

    Hallo, nachdem Sie vor Ort waren, können Sie darüber etwas schreiben? :) Viele Grüße, Olli

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